
Teenager-Dieb verspottet Richter, weil er ihn für unantastbar hält – bis seine eigene Mutter eingreift
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Ryan sah gefangen aus, sein Draufgängertum schwankte. “Mama, du kannst nicht einfach…”
“Ja, das kann ich”, unterbrach Karen. “Denn wenn ich das nicht tue, wirst du im Gefängnis sein, bevor du zwanzig bist. Oder schlimmer noch, du wirst in einem Sarg liegen, weil du zu weit gegangen bist.”
Der Gerichtsvollzieher bewegte sich unbehaglich.
Karen wischte sich eine Träne von der Wange. “Euer Ehren, ich kann ihn nicht mehr retten. Wenn du glaubst, dass eine Gefängnisstrafe helfen wird, schicke ihn weg. Wenn du denkst, dass eine härtere Strafe nötig ist, akzeptiere sie. Aber bitte – lass ihn nicht hier rausgehen und denken, er könne so weiterleben. Er muss wissen, dass er nicht über dem Gesetz steht. Er muss wissen, dass nicht einmal seine eigene Mutter seine Lügen länger tolerieren wird.”
Der Staatsanwalt war überrascht von der ungewöhnlichen Wendung der Ereignisse. Richter Whitmore beugte sich vor und verschränkte seine Finger. Ryan starrte auf den Tisch, sein Kampfgeist schwand.
Zum ersten Mal verlor der Teenager die Fassung. Sein Grinsen verschwand, an seine Stelle trat die vage Erkenntnis, dass seine Mutter nicht mehr sein Schutzschild war.
Der Staatsanwalt schaltete sich ein und schlug ein Jahr in einem Jugendrehabilitationszentrum vor und betonte die Bedeutung von Struktur, Beratung und Berufsausbildung gegenüber der bloßen Bestrafung. Der Anwalt, der sich klar darüber im Klaren war, dass der Fall aus dem Abseits geriet, gab zu, dass eine Form der Intervention tatsächlich gerechtfertigt war.
Richter Whitmore erließ folgenden Beschluss: “Ryan Cooper, ich verurteile Sie hiermit zu zwölf Monaten Haft in der Jugendstrafanstalt Franklin. Du musst eine obligatorische Therapie, ein Bildungsprogramm und gemeinnützige Arbeit in denselben Vierteln absolvieren, aus denen du gestohlen hast. Wenn Sie dieser Anordnung nicht nachkommen, werden Sie an Ihrem achtzehnten Geburtstag an ein Erwachsenengericht überstellt.”
Der Hammer schlug mit einem lauten Krachen zu.
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